www.vereinsbesteuerung.info



Grundsätze der Vereinsbesteuerung von Dipl. Finanzwirt Klaus Wachter

aktuell 2017

Leitfaden

Vordruck

Index

Impressum

Gemeinnützigkeit

Spende Kontakt

Körperschaftsteuer

Erklärung Disclaimer

Umsatzsteuer

Lohnsteuer

Spende

   

Aktualisierungen im Jahr 2002


  

Links zu:

- aktuell 2000 - - aktuell 2001 - - aktuell 2003 - - aktuell 2004
- aktuell 2005 - - aktuell 2006 - - aktuell 2007 - - aktuell 2008 -
- aktuell 2009 - - aktuell 2010 - - aktuell 2011 - - aktuell 2012 -
- aktuell 2013 - - aktuell 2014 - - aktuell 2015 - - aktuell 2016 -
  - aktuell 2017 -      
   
 

  Übersicht der Aktualisierung vom 30.11.2002  

1.

Körperschaftsteuersatz im Veranlagungszeitraum 2003

2.

Änderung des Anwendungserlasses zur Abgabenordnung (AEAO) - BMF-Schreiben vom 10.09.2002, BStBl 2002 I S. 867

3.

Angabe der Steuernummer in Rechnungen ab 1.07.2002

4.

Förderverein

5.

Förderung kultureller Zwecke - verbilligte Eintrittskarten

6.

Hochwasser

    
   
  

1. Körperschaftsteuersatz im Veranlagungszeitraum 2003

Der Körperschaftsteuersatz erhöht sich 2003 von 25% auf 26,5% (Flutopfersolidaritätsgesetz vom 19.09.2002, BStBl 2002 I S. 865 ff.).

  

2. Änderung des Anwendungserlasses zur Abgabenordnung (AEAO) - BMF-Schreiben vom 10.09.2002, BStBl 2002 I S. 867

Der AEAO bringt u. a. folgende Änderungen, die in allen noch offenen Fällen anzuwenden sind:

a) Besteuerungsgrenze (zu § 64 Abs. 3 AO)
Der gemeinnützige Verein zahlt Körperschaftsteuer, wenn die Einnahmen des wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs über der Besteuerungsgrenze von 30.678 € (bisher 60.000 DM) liegen, und der Gewinn den Freibetrag von 3.835 € (bisher 7.500 DM) überschreitet. Nach dem neuen AEAO sind erstattete Betriebsausgaben (wie z.B. die Umsatzsteuer- oder Gewerbesteuererstattung) oder der Erlös aus der Veräußerung von Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens nicht in die Besteuerungsgrenze mit einzubeziehen. Ist die Besteuerungsgrenze überschritten, muss aber der Gewinn dergestalt ermittelt werden, als die erstatteten Betriebsausgaben und die Veräußerungserlöse zu den Einnahmen zu rechnen sind. Lediglich im Rahmen der Ermittlung der Besteuerungsgrenze dürfen die erstatteten Betriebsausgaben und Veräußerungserlöse außer Acht gelassen werden.

b) Betriebsausgabenschätzung bei Werbeeinnahmen (zu § 64 Abs. 6 AO)
Hatte der Verein Werbeeinnahmen im Zusammenhang mit sportlichen oder kulturellen Veranstaltungen, so durfte der Verein bisher die Betriebsausgaben pauschal i. H. v. 25% der Werbeeinnahmen schätzen. Diese Regelung darf der Verein ab dem 1.1.2000 nicht mehr anwenden. Dafür darf er bei Werbung, die er ab 1.1.2000 zusammen mit der gemeinnützigen Tätigkeit einschließlich dem Zweckbetrieb betreibt, den Gewinn mit 15% der Einnahmen ansetzen.

c) Sponsoring (zu § 64 Abs. 1 Tz. 7)
Ausführungen zum Sponsoring finden sich im AEAO zu § 64 Abs. 1 Tz. 7.

d) Verluste im Bereich der Vermögensverwaltung (zu § 55 Abs. 1 Nr. 1 RdNr. 9)
Ob Verluste im Bereich der Vermögensverwaltung gemeinnützigkeitsschädlich sind, regelt der in 2002 geänderte AEAO zu § 55 Abs. 1 Nr. 1 RdNr. 9. Danach gelten die Ausführungen zu den Verlusten im wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb entsprechend (s. Leitfaden: "Verluste im wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb ab 1999"). Aufgrund der bundeseinheitlichen Regelung im geänderten AEAO hält auch die Finanzverwaltung in Baden-Württemberg nicht mehr an ihrer Auffassung fest, wonach der Ausgleich von Verlusten im Bereich der Vermögensverwaltung mit Mitteln aus dem ideellen Bereich oder dem Zweckbetrieb zulässig ist. Die in Baden-Württemberg betroffenen Vereine werden im Rahmen der turnusmäßigen Prüfung ab 2003 auf diese neue Regelung hingewiesen und erhalten eine Frist bis Ende des jeweiligen Jahres, ihre Vermögensverwaltung gewinnbringend umzustrukturieren. Wird ein Verein z.B. in 2003 über diese neue Regelung informiert, muss er ab 2004 einen Gewinn im Bereich der Vermögensverwaltung erwirtschaften.

e) Freie Rücklage nach § 58 Nr. 7a AO
Der Verein darf nach dieser Vorschrift eine jährliche Rücklage bilden und zwar i. H. v.

  • 1/3 des Überschusses aus dem Bereich der Vermögensverwaltung

  • 10% der Bruttoeinnahmen aus dem ideellen Bereich

  • 10% der Überschüsse aus dem Zweckbetrieb

  • 10% des Gewinns aus dem wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb

Verluste aus Zweckbetrieben sind mit entsprechenden Überschüssen zu verrechnen; darüber hinausgehende Verluste mindern die Bemessungsgrundlage nicht. Entsprechendes gilt für Verluste aus dem wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb.

 

3. Angabe der Steuernummer in Rechnungen ab 1.07.2002

Erbringt der Verein eine Leistung oder Lieferung, muss er ab dem 1.07.2002 in der Rechnung die ihm vom Finanzamt zugeteilte Steuernummer angeben (§ 14 Abs. 1a UStG). Die Angabe der Steuernummer in der Rechnung ist nicht erforderlich, falls der Verein Kleinunternehmer ist oder über steuerfreie Umsätze abrechnet oder ein Fall der Kleinbetragsrechnung (Rechnungen bis 100 €) vorliegt. Nähere Ausführungen sind im BMF-Schreiben vom 28.06.2002, BStBl 2002 I S. 660 zu finden.

  

4. Förderverein

Die Frist bis 31.12.2002, wonach ein Förderverein weiterhin gemeinnützig bleibt, wenn der von ihm geförderte Verein sich eine gemeinnützige Satzung gibt, wird lt. BMF-Schreiben vom 13.11.2002 - IV C 4 - S 0177 - 24/02 - bis zum 30.06.2003 verlängert (s. auch Änderung vom 18.04.2002). Im Hinblick auf eine etwaige Gesetzesänderung wird die Frist für Betriebe gewerblicher Art (z.B. staatliches Museum) bis zum 31.12.2003 verlängert.

  

5. Förderung kultureller Zwecke - verbilligte Eintrittskarten

Musikvereine, die ihren Mitgliedern geldwerte Vorteile gewähren, wie z.B. kostenlose oder verbilligte Eintrittskarten zu Veranstaltungen, fördern die Freizeitgestaltung ihrer Mitglieder. Die Mitgliedsbeiträge an diese Musikvereine sind lt. der Verfügung der OFD Hannover 20.6.2002 S 2223 - 268 - StO 215 nicht absetzbar. Nach bundeseinheitlicher Auffassung gilt diese Regelung erst ab 2004.

  

6. Hochwasser

Steuerliche Maßnahmen zur Unterstützung der Opfer der Hochwasserkatastrophe im August 2002 regelt das BMF-Schreiben vom 1.10.2002 (BStBl 2002 I S. 960), wie z.B. Anerkennung von Hochwasserspenden an einen nicht gemeinnützigen Verein, Angabe der Mildtätigkeit als geförderter Zweck in der Zuwendungsbestätigung (Spendenbescheinigung).

  
     
  

  Übersicht der Aktualisierung vom 04.09.2002  

1.

Spenden für die Hochwasseropfer

     
  
  

1. Spenden für die Hochwasseropfer

Das Finanzministerium Baden-Württemberg weist in einer Pressemitteilung vom 23.08.2002 darauf hin, dass für Hochwasserspenden, die bis zum 31.12.2002 geleistet werden, ein vereinfachter Spendennachweis gilt. So wird eine Spende vom Finanzamt bereits dann anerkannt, wenn die Spende

  • auf ein Sonderkonto einer öffentlichen Institution oder eines Spitzenverbandes der freien Wohlfahrtspflege eingezahlt wird und

  • durch einen Bareinzahlungsbeleg oder eine Buchungsbestätigung der Bank (z.B. Kontoauszug) 

nachgewiesen wird. Die 100 €-Grenze des vereinfachten Spendennachweises wurde in diesem Zusammenhang aufgehoben.
   
Spendet ein Arbeitnehmer seinen Arbeitslohn für die Hochwasseropfer, unterliegt dieser Arbeitslohn insoweit nicht der Besteuerung. Ein späterer Spendenabzug im Rahmen seiner Einkommensteuerveranlagung ist dann aber ausgeschlossen. Nähere Ausführungen zu dieser Pressemitteilung finden Sie > hier <.

Ein gemeinnütziger Verein darf seine Mittel nur für die Zwecke verwenden, die er lt. Satzung verfolgt. So darf ein Sportverein entsprechend seines Satzungszwecks nur den Sport fördern. Ruft ein gemeinnütziger Verein, der keine mildtätigen Zwecke verfolgt, z.B. Sport- oder Musikverein, zu Spenden für die Hochwasseropfer auf, braucht dieser lt. Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 02.09.2002 (IV C 4 - S 0171 - 92/02) seine Satzung nicht um die Förderung der Mildtätigkeit ergänzen, sondern darf die eingesammelten Spenden an die Hochwassergeschädigten weiterleiten.

Den vollständigen Wortlaut dieses BMF-Schreibens vom 02.09.2002 mit weiteren Bestimmungen entnehmen Sie > hier <.

Im Zusammenhang mit der Hochwasserkatastrophe bildeten sich viele Privatinitiativen. Spenden an Vereine, die vom Finanzamt nicht als gemeinnützig anerkannt worden sind oder Spenden direkt an Privatpersonen, die die gesammelten Gelder an die Hochwassergeschädigten weiterleiten, können steuerlich nicht geltend gemacht werden. Eine Spende, die bei der Einkommensteuerveranlagung berücksichtigt werden soll, muss immer an einen gemeinnützigen Verein oder an eine öffentliche Institution (z.B. Stadt, Gemeinde) geleistet werden. In diesem Zusammenhang erging ein > BMF-Schreiben vom 1.10.2002, BStBl 2002 I S. 960 <, das Spenden unter bestimmten Voraussetzungen zum Abzug zulässt.

    
    
 

  Übersicht der Aktualisierung vom 18.04.2002 

1.

Förderverein

    
  
  

1. Förderverein

Seit 1.1.2001 darf ein Förderverein Mittel nur noch für einen gemeinnützigen Verein beschaffen (§ 58 Nr. 1 AO). Bisher war nicht Voraussetzung, dass der geförderte Verein gemeinnützig war. Sofern sich der geförderte Verein aber bis zum 30.06.2003 eine Satzung gibt, die den Anforderungen des Gemeinnützigkeitsrechts genügt, bleibt dem Förderverein lt. BMF-Schreiben vom 2. April 2002 - IV C 4 - S 0177 - 6/02 bzw. dem BMF-Schreiben vom 13.11.2002 - IV C 4 - S 0177 - 24/02 - die Gemeinnützigkeit erhalten.  

  
  

  Übersicht der Aktualisierung vom 24.03.2002 

1.

Rechnungen müssen ab 1.1.2002 einen Hinweis auf die Steuerbefreiung enthalten (§ 14 Abs. 1 UStG)

2.

Monatliche Abgabe von Umsatzsteuervoranmeldungen durch Unternehmensgründer ab 1.1.2002 (§ 18 Abs. 2 Satz 4 UStG)

3.

Rechnungen ab 01.07.2002 mit Steuernummer (§ 14 Abs. 1a UStG)

   
  

1. Rechnungen müssen ab 1.1.2002 einen Hinweis auf die Steuerbefreiung enthalten (§ 14 Abs. 1 UStG)

Durch das Steueränderungsgesetz 2001 (BStBl. 2002 Teil I S. 4 ff.) wird ein unternehmerisch tätiger Verein verpflichtet, Rechnungen auch bei steuerfreien Umsätzen an andere Unternehmer und juristische Personen auszustellen. In den Rechnungen muss der Unternehmer auf die Steuerbefreiung hinweisen.

   

2. Monatliche Abgabe von Umsatzsteuervoranmeldungen durch Unternehmensgründer ab 1.1.2002 (§ 18 Abs. 2 Satz 4 UStG)

Nimmt der Verein seine unternehmerische Tätigkeit auf, muss er in dem Kalenderjahr, in dem er seine Tätigkeit aufgenommen hat und im folgenden Kalenderjahr unabhängig von der Höhe seiner Steuerschuld monatliche Umsatzsteuervoranmeldungen abgeben.

  

3. Rechnungen ab 01.07.2002 mit Steuernummer (§ 14 Abs. 1a UStG)

In den Rechnungen, die der Unternehmer nach dem 30.06.2002 ausstellt, muss der Unternehmer seine Steuernummer angeben. Fehlt die Steuernummer, ist der Rechnungsempfänger trotzdem zum Vorsteuerabzug berechtigt.
(Steuerverkürzungsbekämpfungsgesetz - StVBG - BStBl. 2002 I S. 32)
Nähere Ausführungen sind im BMF-Schreiben vom 28.06.2002, BStBl 2002 I S. 660 zu finden.

  
  
  

  Übersicht der Aktualisierung vom 15.01.2002 

1.

Zuwendungsbestätigungen zum Ausdrucken

2.

Steuerabzug für Bauleistungen

      
   
   

1. Zuwendungsbestätigungen zum Ausdrucken

Das Finanzministerium Sachsen-Anhalt bietet im Internet Muster von Zuwendungsbestätigungen zum Ausdrucken an: > zu den Mustern <

Für pdf-Dateien müssen Sie auf Ihrem Computer den Acrobat-Reader installiert haben, den Sie sich kostenlos downloaden können.

   

2. Steuerabzug für Bauleistungen

Am 30.11.2001 hat der Bundesrat dem Steueränderungsgesetz 2001 und dem Steuerverkürzungsbekämpfungsgesetz zugestimmt. Danach ergibt sich folgende Änderung: Vermietet der Leistungsempfänger Wohnungen, so ist das Steuerabzugsverfahren (§ 48 Abs. 1 S. 1 EStG) nicht auf Bauleistungen für diese Wohnungen anzuwenden, wenn er nicht mehr als 2 Wohnungen vermietet.
Weitere Informationen zum Steuerabzug für Bauleistungen entnehmen Sie > hier <.