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Grundsätze der Vereinsbesteuerung von Dipl. Finanzwirt Klaus Wachter

aktuell 2016

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Aktualisierungen im Jahr 2006


  

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  Übersicht der Aktualisierung vom 23.12.2006

1.

Erhöhung des Regelumsatzsteuersatzes ab 1.1.2007 von 16% auf 19%

2.

Umsatzsteuersatz im Zweckbetrieb ab 1.1.2007

3.

Mitgliedsbeiträge an Vereine, die kulturelle Zwecke fördern

4.

10 Maßnahmen zur weiteren Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements

5.

Altmaterialsammlungen

6.

Jugendarbeit von Sportvereinen

    
   
  

1. Erhöhung des Regelsteuersatzes ab 1.1.2007 von 16% auf 19%

Ab 1.1.2007 erhöht sich der Regelsteuersatz von 16% auf 19%. Einzelheiten sind im > BMF-Schreiben vom 11.08.2006, IV A 5 - S 7210 - 23/06, BStBl. 2006 I S. 477 < zu finden. Zu beachten ist, dass sich der maßgebende Steuersatz nicht nach dem Zahlungs-, sondern nach dem Liefer- bzw. Leistungszeitpunkt richtet. Dagegen ist die Umsatzsteuer bei Voraus- oder Abschlagszahlungen bereits in dem Jahr an das Finanzamt zu zahlen, in dem das Entgelt/Teilentgelt vereinnahmt worden ist (§ 13 Abs. 1 Nr. 1a UStG).

Beispiel:
Der Musikverein MV verkauft seine Gaststätteneinrichtung und erhält 1.190 € in bar. Die Zahlung erfolgt bereits am 20.12.2006, geliefert wird erst am 5.01.2007.
Hinsichtlich des Steuersatzes ist auf den Lieferzeitpunkt, also 2007, abzustellen, so dass der Steuersatz 19% beträgt. Der Musikverein MV muss aber die 19% Umsatzsteuer bereits in der Umsatzsteuererklärung 2006 erklären. Die Umsatzsteuerjahreserklärung 2006 ist dabei wie folgt auszufüllen: Zunächst muss der Verein in der Zeile 33 der Umsatzsteuerjahreserklärung 2006 16% versteuern und die restlichen 3% als Nachsteuer in der Zeile 58.

Auszug aus der Umsatzsteuerjahreserklärung 2006

Da in der Umsatzsteuererklärung nicht der Bruttobetrag, sondern der Nettobetrag anzugeben ist, legt das > o.g. BMF-Schreiben vom 11.08.2006 in der Randziffer 17 < fest, wie der Nettobetrag zu berechnen ist und zwar beim Regelsteuersatz von 19% mit dem Divisor 1,19 aus dem Bruttobetrag. Macht das Bruttoentgelt 1.190 € aus, beträgt das Nettoentgelt 1.000 € (1.190 € ÷ 1,19). Die Umsatzsteuer beträgt in diesem Fall 190 € (1.000 € x 19%). Hat der Verein einen Umsatz mit dem ermäßigten Steuersatz von 7% zu versteuern, macht der Divisor 1,07 aus.

Die Vereinfachungsregelung mit dem Umrechnungsschlüssel
Nach dem o.g. > BMF-Schreiben vom 11.08.2006 Randziffer 16 < darf bei Kleinbetragsrechnungen bis 150 € die Umsatzsteuer

  • beim Regelsteuersatz von 19% mit 15,97%

  • beim ermäßigten Steuersatz von 7% mit 6,54%

 aus dem Bruttobetrag herausgerechnet werden.

Beispiel:
Der Musikverein verkauft am 5.01.2007 seine alte Registrierkasse aus der Gaststätte für 144 € brutto. Der Musikverein kann die Umsatzsteuer und das Nettoentgelt wie folgt berechnen:

1. Möglichkeit: Divisormethode

Bruttobetrag

144,00 €

÷ Divisor 1,19 = Nettobetrag

121,01 €

Umsatzsteuer 19%

22,99 €

2. Möglichkeit: Umrechnungsschlüssel

Bruttobetrag

144,00 €

./. Umsatzsteuer 15,97%

./. 23,00 €

Nettobetrag

121,00 €

   

2. Umsatzsteuersatz im Zweckbetrieb ab 1.1.2007

Umsätze, die bis zum 31.12.2006 dem Zweckbetrieb zuzuordnen sind, unterliegen dem ermäßigten Umsatzsteuersatz von 7%, falls keine Steuerbefreiung zum Tragen kommt. Ab dem 1.1.2007 gilt dies aufgrund einer Ergänzung des § 12 Abs. 8a UStG nicht mehr uneingeschränkt.

Auszug aus § 12 Abs. 8a UStG in der Fassung ab 1.1.2007:

Die Steuer ermäßigt sich auf sieben vom Hundert für die folgenden Umsätze:

...

8a

die Leistungen der Körperschaften, die ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke verfolgen (§§ 51 bis 68 der Abgabenordnung). Das gilt nicht für Leistungen, die im Rahmen eines wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs ausgeführt werden.

Ergänzung ab 1.1.2007:
Für Leistungen, die im Rahmen eines Zweckbetriebs ausgeführt werden, gilt Satz 1 nur, wenn der Zweckbetrieb nicht in erster Linie der Erzielung zusätzlicher Einnahmen durch die Ausführung von Umsätzen dient, die in unmittelbarem Wettbewerb mit dem allgemeinen Steuersatz unterliegenden Leistung anderer Unternehmer ausgeführt werden, oder wenn die steuerbegünstigten satzungsmäßigen Zwecke der Körperschaft mit diesen Leistungen unmittelbar verwirklicht werden.

Durch die neue Formulierung soll klar gestellt werden, dass der ermäßigte Steuersatz nur noch dann zur Anwendung kommt, wenn der Zweckbetrieb nicht in erster Linie dazu bestimmt ist, dem Verein zusätzliche Einnahmen durch Leistungen zu verschaffen, die auch andere, nicht gemeinnützige Unternehmer ausführen können. Dadurch sollen Gestaltungsmodelle, die in erster Linie der Erzielung von Steuervorteilen und weniger der Förderung steuerbegünstigter Zwecke dienen, steuerlich nicht gefördert werden. Betroffen von dieser Gesetzesänderung dürften hauptsächlich die > Integrationsprojekte < sein, da die Regelungen des > BMF-Schreibens vom 02.03.2006 (BStBl. 2006 I S. 242) zu den Integrationsprojekten nun gesetzlich verankert sind. Zur Neuregelung soll ein BMF-Schreiben ergehen.

   

3. Mitgliedsbeiträge an Vereine, die kulturelle Zwecke fördern

Bei Vereinen, die kulturelle Zwecke fördern, ist zu unterscheiden, ob die Förderung nach 

erfolgt. Werden kulturelle Zwecke nach Abschnitt A gefördert, wie dies z. B. bei Kunstausstellungsvereinen der Fall ist, sind auch die Mitgliedsbeiträge steuerlich abzugsfähig. Dagegen sind Mitgliedsbeiträge an Vereine, die kulturelle Zwecke i. S. des Abschnitts B fördern (z. B. Musik-, Gesang- oder Theatervereine) steuerlich nicht abzugsfähig.

Ein > Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 19.01.2006 (BStBl. 2006 I S. 217) < sah vor, dass Mitgliedsbeiträge an Vereine, die kulturelle Zwecke i. S. des Abschnitts A Nr. 3 der Anlage 1 zu § 48 Abs. 2 EStDV) fördern, ab dem Jahr 2007 steuerlich nicht mehr abzugsfähig sind, wenn die Mitglieder geldwerte Vorteile (z. B. unentgeltliche Eintrittskarte für einen Konzertbesuch) erhalten. Nach bundeseinheitlicher Abstimmung ist diese Verwaltungsauffassung bis auf weiteres nicht mehr anzuwenden. Auf die Frage, ob den Mitgliedern kultureller Fördervereine geldwerte Vorteile gewährt werden, kommt es demnach nicht mehr an ( > BMF-Schreiben vom 13.12.2006, IV C 4 - S 2223 - 123/06 < ). Weiterhin nicht abzugsfähig bleiben Mitgliedsbeiträge an Vereine, die kulturelle Zwecke i. S. des Abschnitts B Nr. 2 der Anlage 1  zu § 48 Abs. 2 EStDV fördern, d. h. Mitgliedsbeiträge an Musik-, Gesang- oder Theatervereine können wie bisher steuerlich nicht geltend gemacht werden.

  

4. 10 Maßnahmen zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements

Unter dem Titel "Hilfen für Helfer - 10 Maßnahmen zur weiteren Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements" stellte das Bundesfinanzministerium am 4.12.2006 folgenden Referentenentwurf in Kurzfassung vor:

  1. Einführung eines neuen Abzugs von der Steuerschuld für bestimmte ehrenamtliche Tätigkeiten im gemeinnützigen Bereich in Höhe von 300 Euro - Voraussetzung: Abzug kann geltend machen, wer monatlich 20 Zeitstunden im Dienst einer juristischen Person des öffentlichen Rechts unentgeltlich alte, kranke oder behinderte Menschen betreut (z. B. AWO/DRK);

  2. Anhebung der sog. steuerfreien Übungsleiterpauschale von 1.848 € auf 2.100 €;

  3. Vereinheitlichung und Anhebung der Höchstgrenzen für den Spendenabzug von bisher 5/10% des Gesamtbetrages der Einkünfte (§ 10 b Abs. 1 Sätze 1 und 2 EStG) auf 20%;

  4. verbesserter Sonderausgabenabzug für Mitgliedsbeiträge an Kulturfördervereine;

  5. Anhebung der Besteuerungsgrenze für wirtschaftliche Betätigungen gemeinnütziger Körperschaften von insgesamt 30.678 € auf 35.000 € Einnahmen im Jahr (ebenso Anhebung der Zweckbetriebsgrenze bei sportlichen Veranstaltungen);

  6. Anhebung des Höchstbetrags für die Ausstattung von Stiftungen mit Kapital (Vermögensstockspenden, § 10 b Abs. 1a EStG) von 307.000 € auf 750.000 €;

  7. Abschaffung des zeitlich begrenzten Vor- und Rücktrags beim Abzug von Großspenden und der zusätzlichen Höchstgrenze für Spenden an Stiftungen. Dafür Einführung eines zeitlich unbegrenzten Spendenvortrags;

  8. Senkung des Satzes, mit dem pauschal für unrichtige Zuwendungsbestätigungen und fehlverwendete Zuwendungen zu haften ist, von 40 % auf 30 % der Zuwendungen;

  9. Bessere Abstimmung der förderungswürdigen Zwecke im Gemeinnützigkeits- und Spendenrecht;

  10. Bürokratieabbau im Spendenrecht.

Diese Maßnahmen werden rund 400 Millionen Euro kosten.

Den vollständigen Referentenentwurf entnehmen Sie > hier <.

   

5. Altmaterialsammlungen durch Vereine

Die Oberfinanzdirektion Karlsruhe nimmt in ihrer Verfügung vom 11.04.2006 - S 7100 - zur steuerlichen Behandlung von Altmaterialsammlungen Stellung. Danach sind Altmaterialsammlungen dem wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb zuzuordnen, da die Sammlungen keine gemeinnützige Tätigkeit darstellen. Umsatzsteuerlich findet der Regelsteuersatz von 16% bzw. ab 1.1.2007 von 19% Anwendung.

> zur Verfügung

   

6. Jugendarbeit von Sportvereinen

Die Jugendarbeit von Sportvereinen ist dem ideellen Bereich zuzuordnen (Urteil des Finanzgerichts Baden-Württemberg vom 22.04.1993, Az. 10 K 72/92). Der Umstand, dass ein Teil der Jugendlichen in Vereinsmannschaften überwechselt, die im Rahmen von Zweckbetrieben oder wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben unternehmerisch tätig sind, stellt (noch) keine konkrete Vorbereitungshandlung dar, die den ideellen Vereinszweck überlagert. Ein Vorsteuerabzug für Aufwendungen der Jugendmannschaft ist somit ausgeschlossen.

  
     
  

  Übersicht der Aktualisierung vom 04.11.2006

1.

Neuauflage der Broschüre "Vereine & Steuern", herausgegeben vom Finanzministerium des Landes Nordrhein-Westfalen

     
  
  

1. Neuauflage der Broschüre "Vereine & Steuern", herausgegeben vom Finanzministerium des Landes Nordrhein-Westfalen

Das Finanzministerium des Landes Nordrhein-Westfalen hat die Broschüre "Vereine & Steuern" neu aufgelegt (Stand 1.07.2006). Download im pdf-Format > hier <

      
    
  

  Übersicht der Aktualisierung vom 16.08.2006 

1.

Die abgabenrechtliche Privilegierung gemeinnütziger Zwecke auf dem Prüfstand

     
   
  

1. Die abgabenrechtliche Privilegierung gemeinnütziger Zwecke auf dem Prüfstand

Der wissenschaftliche Beirat beim Bundesfinanzministerium hat sich in einem Gutachten über die Privilegien gemeinnütziger Vereine auseinander gesetzt. Danach wird der Politik geraten, das Gemeinnützigkeitsrecht umfassend neu zu regeln. Eine solche Reform sei wegen der Bedeutung, die dem Bereich gemeinnütziger Tätigkeiten in der reifen Dienstleistungsgesellschaft zukomme, und wegen der zurzeit damit verbundenen Wettbewerbsverzerrungen dringlich. Im Einzelnen empfiehlt der Beirat eine Reform der Abgabenordnung mit dem Ziel einer engeren Fassung der steuerlich begünstigten gemeinnützigen Tätigkeiten, eine Einschränkung des Kreises der von der Körperschaftsteuer befreiten Einrichtungen, eine Reform für das sog. Übungsleiterprivileg bei der Einkommensteuer, eine engere Fassung des Spendenprivilegs, eine Neufassung umsatzsteuerlicher Privilegien und die Aufhebung der Befreiung von der Grund- und der Gewerbesteuer."

Das vollständige Gutachten mit seinen 63 Seiten bietet das Bundesfinanzministerium zum Download im pdf-Format an: > zum Gutachten <

     
  
  

  Übersicht der Aktualisierung vom 07.07.2006

1.

Neuauflage "Vereine und Steuern" für Vereine in Brandenburg

     
   
   

1. Neuauflage "Vereine und Steuern" für Vereine in Brandenburg

Wie der Internetseite des brandenburgischen Finanzministeriums zu entnehmen ist wurde die Broschüre "Vereine und Steuern" mit 204 Seiten neu aufgelegt und ist für die brandenburgischen Vereine ab sofort bei allen Finanzämtern des Landes Brandenburg kostenlos erhältlich oder kann beim Finanzministerium Brandenburg (Telefon: 0331 / 866-6009) oder im Internet unter www.finanzamt.brandenburg.de bestellt werden. 

Hinweis: Diesen Service können nur die brandenburgischen Vereine in Anspruch nehmen! Vereine außerhalb Brandenburgs können sich die Broschüre als pdf-Datei laden: > zur pdf-Datei <

     
  
  

  Übersicht der Aktualisierung vom 02.06.2006

1.

Vereinfachter Spendennachweis bis 100 Euro bei Online-Banking

2.

Seminare, Fachtagungen und Studienreisen

   
  
   

1. Vereinfachter Spendennachweis bis 100 Euro bei Online-Banking

Die Oberfinanzdirektion Frankfurt am Main weist in ihrer Verfügung vom 08.02.2006 - S 2223 A - 109 - St II 2.06 - bei Spenden bis 100 Euro, die der Spender per Online-Banking tätigt, darauf hin, dass sich, wie bei einer Buchungsbestätigung der Bank, aus dem PC-Ausdruck

  • Name und Kontonummer des Auftraggebers und Empfängers,

  • der Betrag und 

  • der Buchungstag 

ergeben müssen. 
Zusätzlich muss der Verein dem Spender einen Beleg mit folgenden Angaben ausstellen:

  • gemeinnütziger Zweck, für den die Spende verwendet wird,

  • Bestätigung, dass der Verein von der Körperschaftsteuer freigestellt ist und

  • Vermerk, ob es sich um eine Spende oder um einen Mitgliedsbeitrag handelt.

> zur Verfügung

      

2. Seminare, Fachtagungen und Studienreisen

Die Oberfinanzdirektion Rheinland befasst sich in ihrer Verfügung vom 06.02.2006 - S 7419 - 1000 - St 4 mit der umsatzsteuerlichen Behandlung von Seminaren, Fachtagungen und mehrtätigen Studienreisen, die ein gemeinnütziger Verein durchführt.

--> überholt durch Verfügung der Oberfinanzdirektion Rheinland vom 22.01.2008 - S 7419 - 1000 - St 435 -   > zur Verfügung vom 22.01.2008 <

  
  
  

  Übersicht der Aktualisierung vom 05.01.2004 mit Ergänzung vom 28.05.2006

1.

Maschinell erstellte Spendenbescheinigungen ohne eigenhändige Unterschrift

2.

Die Umsatzsteuerbefreiung nach § 4 Nr. 20 a Satz 2 UStG für Musik-, Gesang- und Theatervereine

     
    
   

1. Maschinell erstellte Spendenbescheinigungen ohne eigenhändige Unterschrift

Bisher durfte der Verein eine maschinell erstellte Spendenbescheinigung ohne eigenhändige Unterschrift nur ausstellen, wenn der Verein bei seinem Finanzamt dieses Verfahren beantragte, und das Finanzamt die Genehmigung erteilte (R 111 Abs. 4 Einkommensteuerrichtlinien (EStR)). R 10 b Abs. 4 EStR 2005 regelt dieses Verfahren neu. Künftig muss der Verein das Verfahren lediglich gegenüber dem Finanzamt anzeigen und bestätigen, dass folgende Voraussetzungen erfüllt sind und eingehalten werden:

  1. Die Zuwendungsbestätigungen entsprechen dem amtlich vorgeschriebenen Vordruck.

  2. Die Zuwendungsbestätigungen enthalten die Angabe über die Anzeige an das Finanzamt.

  3. Eine rechtsverbindliche Unterschrift wird beim Druckvorgang als Faksimile eingeblendet oder es wird bei Druckvorgang eine solche Unterschrift in eingescannter Form verwendet.

  4. Das Verfahren ist gegen unbefugten Eingriff gesichert.

  5. Das Buchen der Zahlungen in der Finanzbuchhaltung und das Erstellen der Zuwendungsbestätigungen sind miteinander verbunden, und die Summen können abgestimmt werden, und

  6. Aufbau und Ablauf des bei der Zuwendungsbestätigung angewandten maschinellen Verfahrens sind für die Finanzbehörden innerhalb angemessener Zeit prüfbar (analog § 145 AO); dies setzt eine Dokumentation voraus, die den Anforderungen der Grundsätze ordnungsmäßiger DV-gestützter Buchführungssysteme genügt.

Die Regelung gilt nicht für Sach- und Aufwandsspenden.

     

2. Die Umsatzsteuerbefreiung nach § 4 Nr. 20 a Satz 2 UStG für Musik-, Gesang- und Theatervereine

Erfüllen die Musik-, Gesang- und Theatervereine die gleichen kulturellen Aufgaben wie die staatlichen Einrichtungen, unterliegen ihre Einnahmen im Zweckbetrieb (z.B. Eintrittsgelder aus Konzerten, Theaterauftritten) nach § 4 Nr. 20 a Satz 2 UStG nicht der Umsatzsteuer. Die Umsatzsteuerbefreiung ist aber noch davon abhängig, dass die zuständige Landesbehörde eine entsprechende Bescheinigung erteilt. Aus dieser muss hervorgehen, dass die Musik-, Gesang- und Theatervereine die gleichen kulturellen Aufgaben wie die staatlichen Einrichtungen erfüllen. 

Bisher war unklar, ob der Antrag ausschließlich vom Verein gestellt werden musste, oder ob auch die Finanzämter die Bescheinigung beantragen konnten. Das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) hat jetzt mit Urteil vom 04.05.2006 - 10 C 10.05 - entschieden, dass auch die Finanzämter die Erteilung einer Bescheinigung nach § 4 Nr. 20 a Satz 2 UStG bei der zuständigen Landesbehörde beantragen können. Lt. BVerwG stehe es nicht im Ermessen der zuständigen Landesbehörde, ob sie die Bescheinigung erteile. Vielmehr sei die Befreiung von der Umsatzsteuer zwingend, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen des § 4 Nr. 20 a Satz 2 UStG vorliegen.

Die Umsatzsteuerbefreiung im Zweckbetrieb hat zur Folge, dass die Musik-, Gesang- und Theatervereine ihre Vorsteuern, die im Zweckbetrieb anfallen (z.B. Vorsteuern aus Uniformen, Noten usw.) nicht mehr vom Finanzamt zurückerstattet bekommen. Die Umsatzteuerbefreiung hat keine Auswirkung auf die Vorsteuern im wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb. Diese können weiterhin geltend gemacht werden.

> zur Pressemitteilung des BVerwG zum Urteil vom 04.05.2006 - 10 C 10.05

   
    
  

  Übersicht der Aktualisierung vom 10.05.2006

1.

Lotteriesteuer

     
  
   

1. Lotteriesteuer

Das Finanzamt Karlsruhe-Durlach, zuständig für die Lotteriesteuer in Baden-Württemberg, informiert in einer Pressemitteilung, dass die für den Bereich der Lotteriesteuer geltenden Vordrucke und Merkblätter an die ab 2006 geltende Rechtslage angepasst wurden. Die Steueranmeldungen und das Merkblatt zur Steueranmeldung stellt das Finanzamt-Durlach auf der Internetseite 

www.finanzamt-karlsruhe-durlach.de 
unter 
Service/Formulare/5. Das Downloadangebot zum Auswählen/Lotteriesteuer

bereit:

www.finanzamt-karlsruhe-durlach.de

Die vollständige Pressemitteilung und weitere Informationen zur Lotteriesteuer entnehmen Sie > hier <.

Hinweis: Diesen Service können nur die baden-württembergischen Vereine in Anspruch nehmen. Vereine in anderen Bundesländern erkundigen sich bitte bei ihrem zuständigen Finanzamt.

   
   
  

  Übersicht der Aktualisierung vom 12.03.2006

1.

Ermäßigter Umsatzsteuersatz bei Integrationsprojekten

     
   
   

1. Ermäßigter Umsatzsteuersatz bei Integrationsprojekten

Ein > Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 02.03.2006 < regelt, unter welchen Voraussetzungen Integrationsprojekte ihre Umsätze mit dem ermäßigten Umsatzsteuersatz von 7% versteuern können.
> zum BMF-Schreiben

     
  
  

  Übersicht der Aktualisierung vom 15.02.2006

1.

Steuerliche Abzugsfähigkeit von Spenden und Mitgliedsbeiträgen an Vereine, die kulturelle Zwecke fördern

     
  
   

1. Steuerliche Abzugsfähigkeit von Spenden und Mitgliedsbeiträgen an Vereine, die kulturelle Zwecke fördern

Das Bundesfinanzministerium führt in seinem > Schreiben vom 19.01.2006 < aus, unter welchen Voraussetzungen Mitgliedsbeiträge an Vereine, die kulturelle Zwecke fördern, von der Einkommensteuer abgesetzt werden können.

Danach sind Mitgliedsbeiträge an Vereine, die kulturelle Zwecke fördern, nicht abzugsfähig, wenn ihre Betätigung in erster Linie der Freizeitgestaltung dient. Die Finanzverwaltung nimmt dies z. B. bei Musikvereinen, Chören und Theatervereinen an und bescheinigt diesen Vereinen die Förderung nach > Abschnitts B Nr. 2 der Anlage 1 zu § 48 Abs. 2 EStDV <. 

Kulturelle Vereine, die nicht in erster Linie der Freizeitgestaltung dienen, wie z. B. Kulturvereine, die Ausstellungen organisieren, erhalten die Förderung i. S. des > Abschnitts A Nr. 3 der Anlage 1 zu § 48 Abs. 2 EStDV < bescheinigt. Gewähren diese Vereine ihren Mitgliedern geldwerte Vorteile, wie z. B. die Beschaffung von verbilligten oder unentgeltlichen Eintrittskarten zu Veranstaltungen, die auch der Allgemeinheit zugänglich sind, fördern sie in erster Linie die Freizeitgestaltung der Mitglieder und bekommen vom Finanzamt nur noch die Förderung nach > Abschnitts B Nr. 2 der Anlage 1 zu § 48 Abs. 2 EStDV < zuerkannt.

Welche Leistungen an die Mitglieder dazu führen, dass die Mitgliedsbeiträge nicht abzugsfähig sind, sind im BMF-Schreiben aufgeführt. Wegen der bisherigen Unsicherheit sollen diese Grundsätze erstmals ab dem Jahr 2007 gelten. 

Das BMF-Schreiben bringt auch Klarheit darüber, dass sowohl die kulturelle Betätigung i. S. des > Abschnitts A Nr. 3 der Anlage 1 zu § 48 Abs. 2 EStDV < als auch die kulturelle Betätigung i. S. des > Abschnitts B Nr. 2 der Anlage 1 zu § 48 Abs. 2 EStDV < zum erhöhten Spendenabzug nach § 10b Abs. 1 Satz 2 EStG i. H. 10% berechtigt.

> zum BMF-Schreiben vom 19.01.2006, IV C 4 - S 2223 - 2/06